Die Perfektionismus-Falle. 3 Tipps diese zu umgehen.

Perfektionismus verhindert Innovation und kontinuierliche Verbesserung.  Durch das Streben nach dem perfekten Ergebnis sind wir letztlich nie mit der Arbeit, die wir leisten, zufrieden.  Besser geht es immer, oder? 

Die Wahrheit ist, dass uns diese Idee des Perfektionismus nicht dabei hilft, produktiv und erfolgreich im Leben zu sein. Tatsächlich bewirkt es das Gegenteil, weil es zu Aufschub und Mangeldenken führt. Die meisten von uns wissen das.  Und dennoch können wir manchmal nicht widerstehen und möchten alles richtig und perfekt machen. Wir verzetteln uns, statt uns auf das zu konzentrieren, was auch tatsächlich einen Mehrwert bringt. Was das mit uns macht, findest du in meinem ersten Post über den Perfektionismus (Link). Jetzt geht es um die Frage, wie das Loslassen vom Perfektionismus leichter gelingen kann.

Denn… die Gefahren und Versuchungen lauern an jeder Ecke. 

Um nicht in diese Perfektionismus-Fallen zu tappen ist es wichtig, die Folgen des Perfektionismus nicht nur zu kennen, sondern diese ganz bewusst verinnerlicht zu haben. Es gilt Klarheit zu schaffen und die eigene „Festplatte“ quasi umzuprogrammieren. Folgende 3 Tipps möchte ich dir hierfür mitgeben.

#1: AUFPOWERN

Fülle die drei Anti-Perfektionismus-Gründe aus dem ersten Perfektionismus- Post  bewusst mit (deinem) Leben

Zur Erinnerung:

  • Perfektionismus verhindert den Fortschritt.
  • Perfektionismus raubt uns Lebenszeit.
  • Perfektionismus macht krank.

Du hast bestimmt genug eigene Beispiele von dir oder deinem Umfeld. Versuche dir diese vorzustellen, dich reinzufühlen. Denn sobald wir ins Fühlen kommen, wird es uns ganz bewusst und klar. An Emotionen erinnern wir uns viel stärker als an das geschriebene oder gesagte Wort.  Im Coaching nennen wir das übrigens „aufpowern“. So bist du beim nächsten Perfektionismus-Risiko besser geschützt 😉

#2: REFRAMING

Betrachte das Wort aus einem anderen Blickwinkel und setzte einen neuen „Rahmen“. Ist Perfektionismus wirklich so attraktiv, wie es auf den ersten Blick scheint? Was bedeutet es für dich? Was bedeutet es auch nicht für dich? Und wenn du es auslebst, wovon hält dich der Perfektionismus ab? Schreibe dir deine Antworten einfach runter. Denn sobald wir etwas schreiben und lesen – am besten laut- verarbeitet unser Gehirn dies besser und erkennt den neuen Rahmen als neue Realität an.

Mittlerweile lenke ich ganz bewusst auch den Blick auf das Unperfekte. Häufig ist dies viel interessanter.  In einem experimentierfreudigen Umfeld, in dem Fehler erwünscht (und gewollt) sind, sprudelt die Energie förmlich, es ist spannend, spontan, lässt Raum für Neues und gibt die Leichtigkeit zurück, die es braucht, um erfolgreiche Veränderung zu erzielen.

#3: WORTSPIEL

Wenn ich doch mal wieder dazu neige, dann erinner ich mich gerne an die Überschrift aus dem ersten Post über den Perfektionismus: Perfektion-is-mus(s). In meinem Kopf habe ich mit diesem Wort quasi ein MUS(S) verankert. Sowohl verbal als auch visuell ist dies bei mir abgespeichert. Einen Zwang, der für mich als Mensch mit hohem Wert „Freiheit“ unmissverständlich auf Widerspruch trifft. Und genau dieser Zwang schreckt mich nun ab und hilft mir meine aufkommenden Perfektionistin kurz anzuhören, zu prüfen, was relevant sein könnte und dann auch gleich wieder wegzuschicken. Auf unsinnige Bremsklötze habe ich keine Lust mehr. Hallo Klarheit. Hallo Leichtigkeit. Zeit für neue beste Freundinnen =).

Loslassen von dem Perfektionismus und dem Kontrolldrang ist schwierig, kostet Mut und schenkt dir gleichzeitig so viel Freunde und Lebensqualität, dass es sich lohnt hier genauer hinzuschauen. Es befreit, schafft Kreativität und fördert vertrauensvolle Beziehungen. Du lässt anderen Raum und nimmst dir selbst den Druck, alles allein wissen und schaffen zu müssen. So geht es auch mit mehr Freude und Leichtigkeit in die Umsetzung.

Give it a try.

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