Die EINE Sache…

Unzählige Organisationen und Branchen beschäftigen sich mit der Fragestellung: Wie geht es besser? Und vor allem dann: Wie kann ich Verbesserungen am besten einführen?

Hierzu habe ich  über 200 Experten aus unterschiedlichen Branchen und Ländern befragt, welchen EINEN Ratschlag sie mit der heutigen Erfahrung ihrem jüngeren Ich geben würden...

Ich war selbst überrascht, wie deutlich sich der FOKUS und das starke FOLLOW UP - unabhängig von Ländern und Branchen-herauskristallisiert. Gleichzeitig kann ich dies selbst aus meiner Praxiserfahrung in der Industrie bestätigen, sowohl in der Prozessingenieur- als auch in der Managerfunktion.  Und auch heute sehe ich oft genau diesen "Stolperstein" bei meinen KundInnen.

Die Motivation ist oft sehr hoch, die Ziele ambitioniert und der Handlungsbedarf ist an so vielen Stellen offensichtlich und längst überfällig. Genau dann passiert es.  Meetings werden einberufen, Masterpläne geschrieben und die jeweiligen Verantwortlichen erhalten direkt die Aufgaben zur Umsetzung. Bloß keine Zeit verlieren. Auf geht's! Kommuniziert mit der Bedeutung dieser Tätigkeit fühlen sich die Umsetzenden oft geschmeichelt und wer mag da schon nein sagen? Und wer traut sich das dann auch?

Hier beginnt es zu knirschen. Die Aufgaben und wichtigen Projekte werden typischerweise on top den Mitarbeitenden aufgetragen. Getreu dem Motto, das ist so wichtig, also schaffe ich das auch noch.  Übrigens neigen auch Führungskräfte hier zur Selbstsabotage und bürden sich Tätigkeiten in ähnlicher Weise auf.  Es mag über das Arbeitspensum zwar gesprochen werden, dennoch kann ich aus meiner jahrelangen Erfahrung sagen, dass nur die wenigsten den Mut haben, auch dafür andere Tätigkeiten zu streichen. Oft laufen diese vermeintlich gestrichenen Tätigkeiten als sogenannte U-Boot Projekte weiter... schließlich muss ja alles weiterlaufen. Was heißt das? Alle bisherigen Themen bleiben also bestehen und werden nur nicht mehr offiziell verfolgt. Auf dem Papier passt alles: Der Masterplan sieht gut aus, die Projekte sind vielversprechend und die Zeitplanung ist abgestimmt. Super. Doch die Realität holt uns schneller ein als wir gucken können.  Die ersten Verschiebungen erfolgen, die Zeit für Erklärungen, das entsprechende "Reporting" und die Diskussionen, wie damit nun umgegangen wird, fressen weitere wertvolle Zeit. Es wird versuchen den Projekterfolg nicht zu gefährden und die Überstunden türmen sich. Das ist nicht nur ineffizient und eine Ressourcenverschwendung.  Sondern auch absolut demotivierend - für alle Beteiligten. Und wer liefert unter diesen Voraussetzungen schon gute Ergebnisse?  Der Abwärtsstrudel setzt sich fort. Doch wie kann man diesen überhaupt vermeiden?

Kurzum:

  1. Sei dir wirklich, wirklich klar, was deine Priorität und folglich auch dein Fokus ist. Die eine Sache, für die es keine Ausreden und kein Verschieben gibt. Sowohl bei dir als auch bei deinen Mitarbeitenden. Nichts ist frustrierender, als wenn du an einem Thema intensiv arbeitest und auf einmal alles scheinbar wieder unwichtig wird.
  2. Einen Schritt nach dem anderen. Aktionismus bringt uns nicht weiter und kostet unglaublich viel Energie. Teile deine Zeit bewusst ein und versuche nicht drei Projekte parallel zu stemmen. Wenn du überall etwas machst, dann fehlt die nötige Umsetzungskraft und auch die schnellen Erfolgserlebnisse, die uns weiter motivieren, bleiben aus. Übrigens lernt ein Kind auch nicht drei Instrumente auf einmal zu spielen oder versucht in verschiedenen Sportarten gleichzeitig ein Profi zu werden. Überlege dir deine Schritte also ganz genau. Deine Zeit kannst du nur einmal verplanen.
  3. Messe den Fortschritt: Einfach. Oft. Plane dir bewusst Zeit für das Follow up ein und überprüfe das WIE. Damit meine ich nicht ellenlange Aktionslisten und Follow up Meetings in Besprechungsräumen. Sondern sei vor Ort. Dort wo die Umsetzung erfolgt. Spreche mit den Menschen und höre gut zu. Wähle lieber kurze und häufigere Feedbackschleifen, statt auf wöchentliche oder monatliche Reportings zu setzen. Das bringt den Erfolg und macht auch gleichzeitig viel mehr Spaß als die traditionelle Projektlisten-Verwaltung 😉

Weniger ist definitiv am Ende mehr. In dem Sinne möchte ich mit einem Zitat enden und dir noch eine Frage stellen: Wo geht deine Aufmerksamkeit hin?

Where focus goes, energy flows.

Tony Robbins

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