Du hast kein Zeitproblem , du verschwendest Energie. Drei Schritte, die mehr bringen als perfektes Zeitmanagement.

Shownotes Lean&Lead #38

Du hast kein Zeitproblem, du verschwendest Energie.

Drei Schritte, die mehr bringen als perfektes Zeitmanagement.

Hey, schön, dass du wieder reinhörst. Hier kommt die kurze, ehrliche Botschaft: Du hast meistens kein Zeitproblem, sondern ein Energiemanagement-Problem. Als Schichtführer, Produktions- oder Werkleiter rennst du zwar durch den Tag, aber am Ende ist dein Akku leer und die Wirkung bleibt leider oft aus. Ich zeige dir, warum das so ist und wie du in kleinen, praxistauglichen Schritten sofort anfangen kannst.

Kurz und knapp: Zeit ist für alle gleich, Energie nicht.

Wenn du Meetings, Störungen und Entscheidungen immer dann platzierst, wenn deine Energie im Keller ist, werden Entscheidungen schlechter, Konflikte größer und Fehler wahrscheinlicher. Studien sagen: 71 % der Führungskräfte erleben mehr Stress, jede sechste ist burn-out-gefährdet… und in der Produktion erklären anhaltende Erschöpfung bis zu 42 % der Qualitätsfehler. Ziemlich klar: Wir müssen die Energiesituation ernst nehmen.

Die drei Prinzipien, die dich weiterbringen:

1) Zeitmanagement bringt wenig ohne Energie: Füll die Zeit mit Qualität, nicht nur mit To-dos.

2) Energie folgt Rhythmen: Erkenne deine Hoch- und Tiefphasen und plane anspruchsvolle Aufgaben bewusst in die Hochphasen.

3) Gute Führung schafft Energiequellen: Echte Pausen, Autonomie statt Mikromanagement und klare Prioritäten geben dir und deinem Team Energie zurück.

Drei einfache, sofort umsetzbare Schritte für diese Woche:

1) Energiescan (5 Minuten): Stell dir einen Timer und beantworte drei Fragen: Wann war meine Energie heute am höchsten? Wann am niedrigsten? Was hat Energie gegeben/gezogen? Kurz notieren – das ist dein Baseline-Check.

2) Team-Check (5 Minuten): Starte die nächste Übergabe oder Besprechung mit einer einfachen Frage: „Auf einer Skala von 1 bis 10 – mit wie viel Energie starten wir heute?“ Lass zwei, drei Leute kurz antworten. Sichtbar machen reicht oft schon, um Entscheidungen oder Einteilungen anders zu treffen.

3) Ändere eine Struktur (eine Sache): Such dir genau eine kleine strukturelle Änderung aus, die dich entlastet: einen Fokusblock von 20 Minuten am Tag, eine Aufgabe delegieren, eine Standard-Mail-Vorlage erstellen oder eine kurze Ruhezeit zwischen zwei Meetings einplanen. Nicht zehn Dinge, nur eine. Konsequenz schlägt Perfektionismus.

Und noch ein Tipp fürs Mindset: Frag dich regelmäßig „Warum mache ich das?“ Denn Sinn gibt Energie. Schau auf Körper (Schlaf, Pausen, Wasser, Bewegung), Gefühl (Wertschätzung, Konflikte klären, Sinn) und Kopf (Fokusblöcke, Priorität #1, Entscheidungen treffen). Kleiner Schritt, große Wirkung.

Probiere es in den nächsten sieben Tagen aus: Energiescan, Team-Check und eine einzige Strukturänderung. Fang klein an und beobachte, wie sich deine Präsenz, Entscheidungsqualität und Stimmung im Team verändern. Wenn du magst, erzähl mir, was bei dir passiert.

Viel Erfolg und Freude beim Ausprobieren 🙂

 

Weitere passende Podcastfolgen:

Lean&Lead #14: Differenziert delegieren- So gehst du vor. Von 0 auf Fiji: Wie du Aufgaben und Entscheidungen wirksam übergibst und dein Team stärkst.

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Lean&Lead #16: Raus aus dem Meetingraum. Rein ins Leben: Wie du mit Gemba und Genchi Genbutsu Führung wieder dort hinbringst, wo sie wirkt.

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Lean&Lead #23: Wenn Arbeit krank macht: Mentale Gesundheit in der Produktion.
Im Gespräch mit Dr. Stefanie Schöler, Psychologin und Expertin für mentale Gesundheit und Arbeitsschutz.

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Lean&Lead #7: Konflikte steuern, statt sich steuern zu lassen. Im Gespräch mit Eva, Expertin für Konfliktkompetenz und Neuro-Leadership.

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Lean&Lead #6: Konflikte stoppen, bevor es knallt. Die 9 Eskalationsstufen nach Glasel.

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Lean&Lead #2-4:  3-teilige Reihe über Mikromanagement

https://byclaudiaschmidt.com/2-raus-aus-der-mikro-management-falle-teil-1-3-praktische-tipps-fuer-mitarbeitende/

 

 

Quellen & Einordnung

DDI: Global Leadership Forecast 2025 (10k+ Führungskräfte, 50+ Länder)

Kolus et al. (2019): Applied Ergonomics (26 Studien Meta-Analyse): Examining the fatigue-quality relationship in manufacturing

 

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